Kurz zu Cookies.

Essenzielle Cookies halten den Workspace am Laufen. Mit Ihrer Einwilligung zeigt uns OpenPanel, wie ChronoDesk genutzt wird, damit wir es verbessern können. Sie können Ihre Entscheidung jederzeit auf der Cookie-Seite ändern.

DSGVO · ePrivacy
Skip to content
Zurück zum Glossar
Watch Anatomy

Zyklopenglas (Cyclops Lens)

Die kleine Vergrößerungslinse auf dem Uhrenglas über dem Datumsfenster. Von Rolex in den 1950ern eingeführt und heute charakteristisch für Rolex-Datumsreferenzen. Vergrößert die Datumsanzeige rund 2,5-fach für bessere Ablesbarkeit.

Das Zyklopenglas (international Cyclops Lens) ist eine kleine Vergrößerungslinse auf einem Uhrenglas direkt über dem Datumsfenster. Sie vergrößert die Datumsanzeige um den Faktor 2,5, was das Ablesen ohne nähere Betrachtung der Uhr erleichtert. Rolex führte das Zyklopenglas in den 1950ern auf der Datejust ein, und es ist seither ein Rolex-Markenzeichen.

Wie es funktioniert

Das Zyklopenglas ist eine separat gefertigte Saphir- (bei modernen Rolex) oder Acrylscheibe (bei Vintage), die auf der Unter- oder Oberseite des Hauptglases verklebt ist. Durch die Linse einfallendes Licht wird gebrochen und das darunterliegende Datumszeichen vergrößert. Der Linsendurchmesser entspricht etwa dem doppelten Datumsfenster, damit der vergrößerte Bereich die Linse vollständig füllt.

Moderne Rolex-Zyklopen tragen auf der Unterseite eine Antireflex-Beschichtung, um das Reflexlicht des vergrößerten Datums zu reduzieren.

Wo das Zyklopenglas vorkommt

  • Rolex setzt das Zyklopenglas auf nahezu allen Datums-Referenzen ein: Datejust, Day-Date, Submariner Date, GMT-Master II, Sea-Dweller, Yacht-Master, Sky-Dweller, Air-King mit Datums-Variante.
  • Datumslose Varianten (Submariner No-Date, Explorer) tragen kein Zyklopenglas, weil sie kein Datumsfenster haben.
  • Andere Marken verwenden gelegentlich zyklopenartige Linsen (Tudor, einige Omega-Referenzen), das Merkmal bleibt jedoch primär ein Rolex-Visual-Code.

Das Zyklopenglas zählt zu den polarisierendsten Designelementen moderner Rolex — die eine Hälfte der Sammler schätzt es als funktional und markentypisch, die andere empfindet es als visuellen Bruch des sonst symmetrischen Zifferblatts.

Wert für die Echtheitsprüfung

Die Ausführung des Zyklopen-Glases ist eine der einfacheren Echtheitskontrollen:

  • Scharfe Vergrößerung. Eine echte Rolex-Vergrößerung ist über den Linsendurchmesser konstant; das Datumszeichen füllt rund 80 Prozent der sichtbaren Linsenfläche. Fälschungen haben oft schwächere Vergrößerung oder Verzerrungen an den Rändern.
  • Klebelinie. Die Verbindung von Linse zu Glas ist bei echter Rolex von oben unsichtbar. Fälschungen zeigen manchmal einen sichtbaren Ring oder Luftbläschen am Klebeumfang.
  • Datums-Ausrichtung. Das Datumszeichen sollte exakt zentriert unter dem Zyklopenglas sitzen. Ein Versatz von einem halben Millimeter deutet auf einen Service-Tausch oder eine Fälschung.

Entfernung des Zyklopen-Glases

Manche Sammler bevorzugen die symmetrische Optik eines zyklopenlosen Zifferblatts. Einige unabhängige Uhrmacher bieten die Entfernung des Zyklopen-Glases an — die Linse wird abgeschliffen und die Glasoberfläche nachpoliert. Der Eingriff ist invasiv und unumkehrbar. Eine entfernte Linse kann den Wiederverkaufswert deutlich mindern, weil die Uhr von ihrer Werkskonfiguration abweicht; für bestimmte Sammler-Geschmäcker (Vintage-Stil, No-Date-Enthusiasten) kann die modifizierte Uhr persönlich aufgewertet sein.

Die Sea-Dweller hatte zwischen 1967 und 2017 trotz Datum kein Zyklopenglas — eine Rolex-Design-Ausnahme, getrieben von der erhöhten Glasdicke für die Tiefenwasserdichtigkeit, die die Vergrößerung optisch unbrauchbar machte. Die aktuelle 126600 Sea-Dweller (seit 2017) trägt wieder ein Zyklopenglas.

Verwandt: crystal, crown, datejust, day-date.

Glossar-Einträge sind redaktionelle Referenz, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Den vollständigen Hinweis finden Sie in unserem Haftungsausschluss.