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WatchCharts

Preisbeobachtungs-Plattform für Uhren mit Echtzeit- und historischen Preisdaten für Tausende von Referenzen, aggregiert aus den großen Sekundärmarkt-Quellen. Wird von Händlern und Sammlern genutzt, um Preistrends zu verfolgen und Inserate zu vergleichen.

WatchCharts ist eine Preisbeobachtungs-Plattform für Uhren, die Inserats- und Transaktionsdaten der wichtigen Sekundärmarkt-Quellen (Chrono24, Händler-Websites, Auktionshäuser) zu Zeitreihen pro Referenz aggregiert.

Was WatchCharts zeigt

Pro verfolgter Referenz stellt WatchCharts dar:

  • Aktuelle Angebotspreis-Spanne (niedrig, Median, hoch) über alle beobachteten Inserate.
  • Historischer Preisverlauf typischerweise mehrere Jahre zurück, in wöchentlicher und monatlicher Auflösung.
  • Inseratsvolumen je Preisniveau, was Angebotskonzentration anzeigt.
  • Marken- und Modell-Indizes, die Preisbewegungen über mehrere Referenzen aggregieren und einen marktweiten Blick liefern.

Die Plattform verfolgt rund 50.000 Referenzen über die großen Luxusmarken hinweg.

Wie Händler WatchCharts nutzen

Drei Hauptanwendungen:

  • Preisentscheidungen. Beim Ankauf prüft der Händler den aktuellen WatchCharts-Median und den 30-Tage-Trend, bevor er den Einkaufspreis festlegt.
  • Alterung des Bestands. Händler vergleichen die eigenen Kapitalbindungskosten pro Stück mit dem WatchCharts-Trend. Eine Referenz, die monatlich 2 Prozent fällt, kombiniert mit 300 Euro Monats-Kapitalkosten, fordert überfällige Verkaufs-Preisanpassung.
  • Markt-Reporting. Investorenartiger Marktkommentar (welche Referenzen steigen, welche fallen, wohin läuft das Stahl-Sport-Rolex-Aggregat) basiert zunehmend auf WatchCharts-Daten.

Grenzen

  • Verzerrung durch Angebotspreise. Inseratsdaten sind besser verfügbar als Transaktionsdaten. WatchCharts zieht teils Transaktionsdaten ein, der Median liegt aber näher am Angebotspreis als am tatsächlichen Abschlusspreis. Reale Trades schließen oft 5 bis 10 Prozent unter dem WatchCharts-Median.
  • Datenlücken. Weniger beliebte Referenzen (Vintage-Lange, kleinere Independents) haben dünne Daten, und der veröffentlichte Verlauf kann verrauscht sein.
  • Survivorship. Nicht verkaufte Inserate verschwinden. Der historische Trend zeigt, was angeboten wurde, nicht immer, was tatsächlich gekauft wurde.

Versus Chrono24 Pulse und andere Indizes

Sowohl WatchCharts als auch Chrono24 Pulse veröffentlichen marken- und referenzbezogenes Preis-Tracking. Beide Indizes stimmen in der Richtung weitgehend überein. Die absoluten Median-Niveaus können differieren, weil die zugrunde liegenden Datenquellen unterschiedlich gewichtet sind. Reife Händler konsultieren beide und beobachten, wann sie auseinanderlaufen.

Bei sehr hochwertigem Vintage (Auktionshaus-Bereich) erfassen weder WatchCharts noch Chrono24 Pulse das gesamte Bild. Fachpublikationen (Phillips, Christie's, Sotheby's Sale-Records-Datenbanken) liefern für diese Stufen bessere Daten.

Verwandt: chrono24, secondary-market, premium, hype-watch.

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