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A. Lange & Söhne Datograph

Flaggschiff-Chronograph von A. Lange & Söhne, 1999 eingeführt. Gilt allgemein als das feinste handaufzugswerksbasierte Chronographenwerk der modernen Serienproduktion durch die Kombination aus Säulenrad, lateralem Schaltkupplung, Flyback-Funktion und beispielhafter Hand-Finissage.

Der Datograph ist die Flaggschiff-Chronographen-Referenz von A. Lange & Söhne, 1999 eingeführt. Unter Uhrmachern und ernsthaften Sammlern gilt der Datograph allgemein als das feinste handaufzugswerksbasierte Chronographenwerk der modernen Serienproduktion — durch die Kombination aus technischer Raffinesse (Säulenrad, laterale Schaltkupplung, Flyback, Großdatum) und vorbildlicher Hand-Finissage.

Technische Merkmale

Kaliber L951 (ursprünglicher Datograph) und Kaliber L951.6 (Datograph Up/Down, ab 2012):

  • Säulenrad-Steuerung der Chronographenfunktionen, die hochwertigere Bauweise gegenüber dem verbreiteteren Nocken-System.
  • Laterale / horizontale Schaltkupplung zwischen Zeit-Räderwerk und Chronographen-Mechanik — optisch eindrucksvoll und historisch bevorzugt gegenüber der kompakteren Vertikalkupplung.
  • Flyback-Funktion: Ein einziger Druck auf den Rückstelldrücker setzt zurück und startet den Chronographen sofort wieder von null, ohne die Stopp-Reset-Start-Sequenz.
  • Großdatum bei 12 Uhr, das Lange-Familien-Markenzeichen.
  • Gangreserveanzeige (Up/Down) bei der Datograph-Up/Down-Variante.
  • 60-Stunden-Gangreserve im Original; auch bei der Up/Down-Variante beibehalten.
  • Dreiviertelplatine aus Neusilber mit handgraviertem Unruhkloben und durchgängigen Chatons.

Das Werk ist breit durch den Saphir-Boden sichtbar und gehört zu den meistfotografierten und bewunderten Chronographenwerken der modernen Uhrmacherei.

Wichtige Datograph-Referenzen

  • Datograph Referenz 403 (1999-2012, original 39 mm). Das Stück, das den Ruf des Datographs begründete. Weißgold, Roségold und (selten) Gelbgold-Ausführungen.
  • Datograph Up/Down 405.035 / 405.031 (ab 2012, 41 mm). Aktualisierte Gehäusegröße mit Gangreserveanzeige. Aktuelle Produktion.
  • Datograph Perpetual — ergänzt durch ewigen Kalender.
  • Datograph Perpetual Tourbillon — ewiger Kalender plus Tourbillon. Limitiert.

Warum der Datograph zählt

Der Datograph hat nach einer langen Phase des Niedergangs der Schweizer Säulenrad-Chronographen neu definiert, wie ein Flaggschiff-Chronograph aussehen kann. Vor seiner Markteinführung 1999 nutzten die meisten zeitgenössischen Chronographen entweder ETA-Valjoux-7750-Nocken-Werke oder Lemania-basierte Patek/AP-Chronographen. Der Datograph zeigte, dass ein vollständig Inhouse gefertigter Säulenrad-Flyback-Chronograph mit Hand-Finissage gebaut und in Serie produziert werden kann.

Nachfolgende Inhouse-Chronographen-Projekte bei Patek Philippe (Kaliber CH 29-535), AP (Kaliber 2385) und Vacheron Constantin (Kaliber 3300) folgten und prägten die moderne Chronographen-Landschaft, die der Datograph vorwegnahm.

Marktposition

  • Datograph Up/Down 405.031 (Roségold): UVP rund 85.000 Euro. Gebraucht in gutem Zustand: 70.000 bis 80.000 Euro.
  • Datograph Referenz 403 (Original) in Weißgold: Sekundärmarkt 50.000 bis 90.000 Euro je nach Zustand und Originalität.
  • Datograph Perpetual: ab 120.000 Euro UVP, vergleichbar gebraucht.

Für Händler sind Datographs Sammler-Stücke. Käufer-Aufklärung zählt — viele Käufer werden vor dem Kauf durch das Werk geführt. Der Bestand dreht langsam, die Margen sind stabil, und die Kundenbeziehung wird langfristig.

Verwandt: a-lange-sohne, lange-1, chronograph, flyback.

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