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Brands & Collections

Hublot

Schweizer Uhrenhersteller, 1980 von Carlo Crocco gegründet. Bekannt für die „Art of Fusion"-Philosophie mit Kombinationen ungewöhnlicher Materialien (Keramik, Saphir, Keramik-Tantal), übergroße Gehäuse und volumenstarkes Marketing. Seit 2008 bei LVMH. Polarisierende Marke mit starken Promi-Tie-Ins und einem heißen / kalten Marktzyklus.

Hublot ist ein Schweizer Uhrenhersteller, 1980 von Carlo Crocco in Nyon gegründet. Die Marke war Pionier in der Kombination von Edelmetall mit Kautschuk (die ursprüngliche Hublot von 1980 war ein Goldgehäuse an einem Kautschukband, damals als radikal empfunden) und entwickelte sich in vier Jahrzehnten zu einer der aggressivst vermarkteten Luxusuhrenmarken. Seit 2008 bei LVMH.

„Art of Fusion"-Identität

Hublot positioniert sich um die „Art of Fusion" — Materialien und Technologien, die in der Luxusuhrmacherei traditionell nicht zusammen vorkommen:

  • Keramik in verschiedenen Farben einschließlich des markeneigenen Magic Gold (Gold-Keramik-Verbund, kratzfest, ungewöhnlich für Gold).
  • Saphir-Gehäuse mit voller Transparenz, das Werk aus jedem Winkel sichtbar.
  • King Gold und Magic Gold als eigene Edelmetall-Legierungen.
  • Carbon, Titan, Tantal in einzelnen Uhren kombiniert.
  • Kautschuk-Bänder als Markenkennzeichen, auch bei Dress-Ausführungen.

Ikonische Modelle

  • Big Bang (Einführung 2005). Die bekannteste Linie: 44-mm-Chronograph mit H-förmigen Schrauben an der Lünette und komplexer Gehäusekonstruktion. Zahlreiche Untervarianten in unterschiedlichen Materialien und Werken.
  • Classic Fusion (Einführung 2010). Schlankere, traditionelle Hublot-Proportionen; konkurriert mit dem Mainstream-Luxus-Sport.
  • Spirit of Big Bang (Einführung 2014). Tonneau-Variante der Big Bang.
  • Square Bang (Einführung 2022). Quadratisches Gehäuse.
  • MP Collection (Masterpiece). Limitierte komplizierte Stücke; MP-10, MP-09, MP-05 LaFerrari.

Werks-Strategie

Hublot hat schrittweise Inhouse-Werkskapazität aufgebaut:

  • HUB1240 / HUB1242 Unico Chronographenkaliber, seit 2010 Inhouse. Vom Zifferblatt sichtbar; Säulenrad, integrierter Chronograph statt Modul.
  • MHUB1280 Unico 2 als aktualisierte Variante.
  • HUB6300 Tourbillon-Werke für die MP-Serie.

Viele Big Bangs und Classic Fusions tragen weiterhin modifizierte Sellita- oder ETA-Basis-Werke, vor allem in den niedrigeren Preisstufen.

Marktposition

Hublots Markenposition polarisiert:

  • Kulturelle Sichtbarkeit ist hoch — Promi-Sponsorings (Usain Bolt, Pelé-Partnerschaft, FIFA), Fußball- und Formel-1-Verbindungen. Markenbekanntheit reicht bei Nicht-Enthusiasten an Rolex heran.
  • Sammler-Resonanz ist gemischt. Traditionelle Uhrensammler empfinden Hublot oft als überpresenter und überteuert relativ zum mechanischen Gehalt. Hublot-spezifische Sammler sind passioniert und fokussiert.
  • Sekundärmarkt-Verhalten ist volatil. Aktuelle Neuvorstellungen können kurz steigen und dann unter UVP einlaufen; Vintage-Hublot (vor 2005) hat geringen Handelsumfang.

Preise

  • Big Bang Unico 42 / 44 mm in Titan: UVP rund 18.500 Euro. Gebraucht: 12.000 bis 15.000 Euro.
  • Big Bang in Keramik oder Magic Gold: UVP 20.000 bis 30.000 Euro.
  • Classic Fusion in Titan 42 mm: UVP rund 8.500 Euro. Gebraucht: 5.500 bis 7.000 Euro.
  • Spirit of Big Bang in Titan: UVP rund 14.500 Euro.

Für Händler hat Hublot-Bestand starke Nachfrage von einem spezifischen Käuferprofil, dreht aber langsamer und weniger vorhersehbar als Rolex oder Patek. Margendisziplin zählt, weil Pre-Owned-Abschläge gegenüber UVP sich schnell verschieben können.

Verwandt: chronograph, tag-heuer, breitling, panerai.

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