Kurz zu Cookies.

Essenzielle Cookies halten den Workspace am Laufen. Mit Ihrer Einwilligung zeigt uns OpenPanel, wie ChronoDesk genutzt wird, damit wir es verbessern können. Sie können Ihre Entscheidung jederzeit auf der Cookie-Seite ändern.

DSGVO · ePrivacy
Skip to content
Zurück zum Glossar
Shipping & Logistics

EORI-Nummer

Eindeutige Kennung, die EU-Zollbehörden Wirtschaftsbeteiligten für grenzüberschreitenden Handel zuweisen. Erforderlich für jeden gewerblichen Import oder Export zwischen EU und Drittland. Deutsche EORI-Nummern beginnen mit „DE" gefolgt von 15 Ziffern.

Die EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification number) ist eine eindeutige Kennung, die EU-Zollbehörden Wirtschaftsbeteiligten für den grenzüberschreitenden Handel zuweisen. Jeder deutsche Uhrenhändler, der aus einem Drittland importiert oder dorthin exportiert, braucht eine EORI-Nummer vor der ersten gewerblichen Zollanmeldung.

Struktur der EORI

Eine deutsche EORI-Nummer hat die Form:

DE + 15 Ziffern

Die Nummer ist über die gesamte Unternehmensdauer gültig und wird in jeder Zollanmeldung, jedem Kurier-Versandetikett und jedem Im- oder Ausfuhrformular gegenüber dem deutschen Zoll verwendet.

Wie man sie erhält

Ein deutscher Betrieb beantragt die EORI-Nummer bei der Generalzolldirektion (GZD) über das Zoll-Portal. Der Antrag erfordert:

  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung.
  • USt-IdNr., sofern der Betrieb eine hat.
  • Steuernummer.
  • Kontaktdaten des Betriebs.

Die Bearbeitungszeit beträgt typischerweise 1 bis 5 Werktage. Die EORI-Nummer wird per E-Mail zugestellt und ist sofort einsetzbar.

Wann die EORI-Nummer benötigt wird

  • Ausgehende Sendungen an Drittland-Kunden. Jede Ausfuhrlieferung-Anmeldung in die Schweiz, ins Vereinigte Königreich, in die USA usw. enthält die EORI-Nummer des Händlers.
  • Eingehende Sendungen von Drittland-Lieferanten. Die Einfuhranmeldung enthält die EORI des importierenden Händlers.
  • Mandat eines Zollagenten. Beauftragt der Händler einen Zollagenten für komplexe Sendungen, erlaubt die EORI-Nummer dem Agenten, im Namen des Händlers anzumelden.
  • Kurier-Versandetiketten. DHL, FedEx, UPS und vergleichbare Carrier fragen die EORI-Nummer bei Versand in Drittländer ab.

Für innergemeinschaftliche Sendungen (Deutschland nach Italien, Frankreich usw.) wird die EORI-Nummer nicht verwendet, weil keine Zollanmeldung anfällt — der innergemeinschaftliche Lieferungs-Fluss nutzt nur USt-IdNrn.

Übliche Händler-Fehler

  • Versand ohne eigene EORI unter Nutzung eines „geliehenen" Kurier-Accounts in den Anfangstagen. Funktioniert kurz, lässt den Händler aber in den Zollunterlagen unsichtbar und kann später die Rückforderung von Einfuhrumsatzsteuer blockieren.
  • Vermischen privater und gewerblicher EORI, sofern der Händler auch privat importiert. Jede juristische Person braucht eine eigene EORI; Einzelunternehmer und eine GmbH derselben Person sind getrennte Entitäten.
  • EORI-Registrierung nicht aktualisiert bei Adress- oder Rechtsform-Änderung. Die alte EORI kann deaktiviert werden und Folgesendungen blockieren.

EORI versus andere Kennungen

EORI ist für den Zoll. Die USt-IdNr. ist für die Umsatzsteuer innerhalb der EU. Sie überschneiden sich in der Nutzung (beide stehen auf grenzüberschreitenden Rechnungen), dienen aber unterschiedlichen Behörden. Ein Uhrenhändler, der außerhalb der EU versendet, muss die EORI in den Zollpapieren angeben. Die USt-IdNr. ist auf einer Drittland-Ausfuhr irrelevant.

Verwandt: customs, ausfuhrlieferung, drittland, insured-shipping.

Glossar-Einträge sind redaktionelle Referenz, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Den vollständigen Hinweis finden Sie in unserem Haftungsausschluss.